Nippeser Kugeln fliegen bis Luxemburg

Nippeser Kugeln fliegen bis Luxemburg

Im Kleinen das zu schaffen, was auf der großen politischen Bühne nur noch selten gelingt. So verstehen wir die Idee von Städtepartnerschaften. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde diese Bewegung ins Leben gerufen, damit sich die Völker in Europa vor Ort in den Kommunen besser verstehen, Vorurteile abbauen und damit hoffentlich Kriege verhindern. Im Geiste dieser Idee pflegt auch unser Club seit ein paar Jahren sehr freundschaftliche Beziehungen zum Club de Petanque a Claire-Chene in unserer luxemburgischen Partnerstadt Esch-sur-Alzette. Damit das kein leeres Versprechen bleibt, treffen sich einmal im Jahr vier bis sechs mit Esch gut befreundete Petanque-Clubs aus Belgien, Frankreich und Deutschland zu einem Vier-Länder-Turnier. In diesem Jahr fand das Freundschaftstreffen leider am 22. August (einem Samstag), also mitten in den Sommerferien, statt. Deswegen war es sehr schwer, genug SpielerInnen aus unserem Club für das Vier-Länder-Turnier zu begeistern. Glücklicherweise halfen Mitglieder aus benachbarten Clubs in Köln und Umgebung aus. So machten sich schließlich am Freitagmittag elf SpielerInnen mit dem Auto oder Camper auf den Weg nach Luxemburg: Aus Nippes dabei waren Annette, Vera, Dorothee, Daniela und Erhard. Die zweitgrößte Gruppe stellte der BC Köln aus der Südstadt mit Manni, Bernhard P. und Jürgen. Aus Kempen dabei: Jürgen Br.. Aus Leverkusen: Bernd K. Erhards Freundin Barbara, die in keinem Verein Mitglied ist, machte ebenfalls ein paar Spiele.

So viel schon mal vorweg: Für uns stand der Spaß am Spielen und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt des Vier-Länder-Turniers steht. Bei den anderen Vereinen ging es auch um Leistung und Siege. Deshalb traten einige auch mit ihren stärksten (Liga-)Teams an. Wir hatten bei einigen Partien nicht den Hauch einer Chance. Wir spielten zuerst gegen Royal Petanque Club La Maison aus Beyne-Heusay in Belgien. Danach ging es gegen die Heimmannschaft aus Esch mit den in Partnerstadt-Bewegung sehr engagierten Vorständen Jean-Paul und Jacques. Zuletzt trafen wir auf den französischen Petanque-Club Gouraincourt aus Longwy, der nur wenige Kilometer direkt hinter der luxemburgischen Grenze liegt. Gegen jeden Gegner mussten wir zuerst drei Triplettes (pro Sieg fünf Punkte) und danach vier Doublettes und ein Tete-a-Tete (pro Sieg drei Punkte) spielen. Von insgesamt 24 Partien konnten wir immerhin drei gewinnen: Zwei Triplettes und ein Tete-a-tete. Das reichte natürlich nur für einen Platz am Tabellenende.

Aber das macht nichts. In Erinnerung bleibt die unübertroffene Gastfreundschaft unserer Escher Petanque-Freunde. Vielen Dank dafür, insbesondere an Jean-Paul und Jacques für ihren unermüdlichen Einsatz. Der Empfang am Freitagabend in einem italienischen Restaurant war sensationell. Am nächsten Morgen begrüßte der Escher Bürgermeister alle angereisten Teams. Zusammen mit unseren rechtsrheinischen Freunden vom Petanque Club Cologne (PCC), die mit einem eigenen Mannschaft antraten, überreichten wir einen Fresskorb (war eher ein Trinkkorb) mit vielen bekannten Kölsch-Flaschen und drei 5-Liter-Fässchen Reissdorf als unser Gastgeschenk.

Zweiter von links Jean-Paul, dritter von links Jacques. Dann von links nach rechts Jürgen, Wolfgang vom PCC Daniela und der Bürgermeister von Esch.

Unsere Escher Freunde Jean-Paul und Jacques, die das Vier-Länder-Turnier vortrefflich organisierten, taten alles dafür, dass die Stimmung auf dem schönen Bouleplatz im Park Claire-Chene von der ersten Minute an sehr gut war. Unser Dank geht auch an Gerd Kaspar, den Vorsitzenden des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Esch-sur-Alzette e.V., der uns den ganzen Tag anfeuerte.

Vera bei der Auslosung mit Jean-Paul.

Ein Blick über das Gelände mit Manni, Bernd und Jürgen vom BC Köln.

Eine Pause zwischen den Partien mit Annette, Dorothee und Daniela vom NBC.