Das Pappnasenturnier 2026 war super

Letztens hatte ich ein Buch gelesen. Darin erhielt der Protagonist von seinem Vater den unschlagbaren Ratschlag: never complain, never explain!
Und da dachte ich mir, das versuchst du auch mal, wäre doch ein guter Vorsatz fürs neue Jahr. Nie mehr langatmige Erklärungen, nie mehr spitzfindige Ausreden, nie mir dieses Rumgejammer. Und so kommt es, dass mein Bericht vom diesjährigen Pappnasenturnier recht kurz ausfällt.
Das Turnier war super und ich habe den Hauptpreis gewonnen.
Ach ne, und jetzt wollt ihr doch wissen, was los war? Mein inneres Ohr hört kritische Fragen und mein inneres Auge sieht Stirne, die sich in Falten legen. Hat das Turnier denn überhaupt stattgefunden? Bei dem Wetter! Du den Hauptpreis? Sind die guten Spielerinnen und Spieler denn auch am Start gewesen? Wer tut sich das denn an, hat nicht noch Schnee auf dem Platz gelegen?
Und wie geil wäre es, jetzt einfach cool zu bleiben mit dem Hinweis: Es ist alles gesagt. Aber ich lass mich hat leicht verleiten. Hier also die ganze Geschichte …
Das mit dem Hauptgewinn stimmt wirklich, aber bei unserem Pappnasenturnier geht der Hauptgewinn traditionell an den 11. Platz. Das finden wir lustig. Und der war in diesem Jahr auch noch doppelt belegt. Ich musste mir den Gewinn also mit Jürgen Br. teilen. Auch lustig war, dass der Gewinner des Hauptpreises einen weiteren Gewinner aus der Lostrommel ziehen durfte. Der, also die – das Los traf nämlich Uschi – bekam auch noch 20 Prozent des Preisgeldes.
Und ja, die guten haben auch teilgenommen und haben auch die ersten Plätze belegt. 1. Platz: Knut, 2. Platz: Angel, 3. Platz: Adama. Für die gab es natürlich auch ein Preisgeld.
Und klar, es gibt Leute, die sich das antun, auch bei kalten Regenschauern. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Start. Luc hat gekocht, Marion und Mechthild haben das Catering und Achim und Ingmar die Turnierorga gemanagt. Alle haben mitgeholfen. Vielen Dank.
Nach drei Runden (statt vier) haben wir uns dem Wetter ergeben. Karnevalsmusik gabs auch.
Jetzt ist aber Schluss mit dem Laber, weitere Details erspare ich euch. Obwohl … wenn man mal ins Quatschen kommt … da wäre noch die eine Situation (hat mir jemand erzählt): „Ich stehe im Kreis, nehme genau Maß, werfe meine Kugel in schönem Bogen, die trifft – für das menschliche Auge eigentlich nicht wahrnehmbar – eine andere Kugel, die vollzieht einen Austausch, meine Kugel bleibt liegen und die, die da lag, nimmt die Kraft der anderen in sich auf und vollendet die Reise, nur ein lauter Knall verrät, dass da zwischendurch irgendwas passiert sein muss.“
Aber, wie gesagt, das erspare ich euch, ich habe ja neue Vorsätze.
Heribert



